Politik und regieren in Deutschland in vergleichender Perspektive: Die politischen Systeme der nordischen Länder im Vergleich
In diesem Seminar werden die politischen Systeme der nordischen Staaten (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island) mit dem System der Bundesrepublik Deutschland verglichen. Das politische System wird von durch Support und Demands aktiviert, Akteure, Verfahren und Institutionen sowie die politische Kultur lassen sich vergleichen. Das politische System produziert als Policy einen "Output, der ebenfalls verglichen werden kann (im Masterstudiengang wird speziell die Politikfeldanalyse, incl. einem europäischen Vergleich als Seminar angeboten).

Kann man Demokratie messen? Wie und woran macht man die Wirksamkeit von demokratischen Strukturen und Kultur fest? Es gibt unterschiedliche Messversuche in der Politikwissenschaft, beispielsweise der Polity-Index, Freedom-House-Index, des Worldwide-Governance- Indicators (WGI) der Weltbank, der Index der Demokratisierung oder der Transformationsindex der Bertelsmannstiftung. Wie demokratisch sind die skandinavischen Länder und die Bundesrepublik Deutschland? Gibt es Unterschiede? Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Dänemark steht es "unentschieden", die beide europäisches Länder erreichen die Bestwerte auf der Polity IV Projcet Skala. Die folgende Abbildung stammt aus dem Polity IV Project, visualisiert durch gapminder.org, und zeigt die Messergebnisse der Bundesrepublik Deutschland und des Königreiches Dänemark.
Die Datensammlung macht jedoch nur einen Sinn, wenn die Werte analysiert und interpretiert werden. Und so werden in diesem Seminar quantitative und qualitative Daten bei der Analyse des politischen Systems zum Thema.
"Wer gewinnt die deutsche Bundestagswahl und warum? Wie unterscheidet sich die politische Landschaft in Deutschland von der in Dänemark? Welche Bedeutung hat die Wahl in Deutschland für Dänemark und die
Im erstmalig durchgeführten interdisziplinären Pflichtmodul an der Europa-Universität Flensburg suchten die angehenden Politiklehrerinnen und Lehrer nach anschlussfähigen Inhalten zu anderen Disziplinen. Dabei sollte die eigene politikwissenschaftliche und politikdidaktische Kompetenz der Studierenden durch Interdisziplinarität nicht "verwässert" sondern erweitert werden. Ausgangspunkt der Überlegungen war das Thema "Kommunalpolitik", welches im Lehrplan Schleswig-Holsteins ("Kernproblem: Partizipation - Politik vor Ort: Entscheidungen in der Kommunalpolitik werden getroffen") verbindlich aufgeführt wird. Kommunalpolitische Entscheidungen der Ratsversammlung können beispielsweise Auswirkungen auf die Ver- und Entsorgung der Bürger haben (Anknüpfungspunkt Biologie), der Jugendhilfe oder der Gewerbeansiedlung haben (Anknüpfungspunkt Ökonomie). Zivilgesellschaftliche Akteure haben aber auch die Möglichkeit die Kommunalpolitik zu beeinflussen (Anknüpfungspunkt Recht). Gleichzeitig wirkt die Geschichte einer Stadt bis in die Gegenwart und beeinflusst die gesellschaftliche, politische und ökonomische Entwicklung (Anknüpfungspunkt Geschichte). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verließen für dieses Seminar häufig die Räumlichkeiten der Universität und suchten i.d.R. außerschulische Lernorte auf.


