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Bild3... Informationen über meine Tätigkeit an der Europa-Uni-Flensburg, am Seminar für Politikwissenschaft und Politikdidaktik. Zuvor habe ich 11 Jahre lang an zwei Berufsschulen in Schleswig-Holstein die Fächer Wirtschaft und Politik (und auch Medientechnik) unterrichtet. "Regelmäßig unregelmäßig" finden Sie unter der Rubrik "Eigene Fotografien" neue Fotos und Collagen. Aktuell finden Sie Fotos zu den Themen "Schleswig-Holstein Musik Festival: Die Anfangsjahre", "Friedliche Revolution 1989" und zahlreiche aktuelle Fotocollagen und Fotografien.

Neuer Buchbeitrag: Die Vermittlung des Kalten Krieges anhand außerschulischer Lernorte in Schleswig-Holstein

Am Donnerstag, d. 12. Mai 2016, veranstaltete der Landesbeauftragte für politische Bildung, Dr. Christian Meyer-Heidemann und der Verein "Gegen Vergessen - für Demokratie" eine gut besuchte Vortrags- und Diskussionsveranstaltung (ca. 50 Zuhörer) zum Thema "Kalter Krieg in Schleswig-Holstein" im Kreishaus in Heide. Der Flensburger Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, Prof. Michael Ruck, referierte über bipolaren Themenkomplex, dabei verknüpfte er regionale Aspekte des Kalten Krieges mit denen der globalen Politiken der beiden hochgerüsteten Militärbündnisse. Im Anschluss wurde die Ausstellung "Der Kalte Krieg - Ursachen, Geschichte, Folgen" eröffnet und das Buch "Grenzen überwinden. Schleswig-Holstein, Dänemark und die DDR“ präsentiert. Die Fotocollage zeigt das Titelbild des Sammelbandes; die Vorstellung des Buchprojektes durch Elmar Moldenhauer; Dr. Klaus Kellmann, Dr. Christian Meyer-Heidemann (Landesbeauftragter für politische Bildung Schleswig-Holstein) und Elmar Moldenhauer (Herausgeber); Prof. Michael Ruck (Europa-Universität Flensburg) und Elmar Modenhauer und meine Person bei der Buchübergabe im Rahmen der Veranstaltung. Der Sammelband wird in Kürze auch über die Homepage des Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein zu bestellen sein.

Die drei Herausgeber des Buches, Aaron Jessen, Elmar Moldenhauer (beide waren Mitarbeiter des von der Bundesstiftung Aufarbeitung finanzierten Projektes) und Karsten Biermann (Internationale Begegnungsstätte Scheersberg) charakterisieren ihren Sammelband wie folgt: „Das vorliegende Buch ist eine Auseinandersetzung mit der Regionalgeschichte der Ostseeregion. Im Speziellen befasst es sich mit Schleswig-Holstein, Dänemark und der DDR im Kontext einer bipolaren Welt vor 1989. Verfasst von deutschen und dänischen Wissenschaftlern, bieten die 14 Kapitel des Sammelbandes eine vielseitige Darstellung des Kalten Kriegs. Die Herausgeber richten sich mit diesem Werk an interessierte Leserinnen und Leser sowie an Lehrende in Schulen und Universitäten. Die behandelten Themenkomplexe wie Militär, Spionage, kulturelles Leben und das deutsch-dänische Verhältnis nach 1945 werden ergänzt durch vielseitige Aufgabenstellungen, Quellen und ausführliche Leseempfehlungen.“ 

Außerschulische Lernorte:

Exkursion zur "Die Zeit" und "Der Spiegel" - Aktuelle Herausforderungen der medialen Politikvermittlung

hamburg medien 1Ende des Sommersemesters 2016 diskutierten 13 WiPo-Studierende (incl. Dozent) mit der Redakteurin Özlem Topꞔu, sie arbeitet in der Politikredaktion der Wochenzeitung "Die Zeit", und mit dem Wirtschaftsredakteur Martin Müller des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", über aktuelle Herausforderungen der Medien. Nach einem kurzen Einführungsvortrag über die Arbeitsweisen des von Rudolf Augstein gegründeten Nachrichtenmagazins, diskutierten die Studierenden (und der Dozent) aktuelle Herausforderungen von Printmedien unter den Bedingungen von "social media", mögliche Medieneffekte wie das Agenda Setting, die ethische Verantwortung von Journalisten, sowie die (vergleichbaren?) Herausforderungen durch politischen Populismus für Journalisten und Politiklehrer/Politikdidaktiker. Özlem Topꞔu, die gerade aus der Türkei zurückgekommen war, berichtet über die politischen Veränderungen nach dem gescheiterten Militärputsch. Zum zweiten Mal organisierten die Studierenden im Rahmen des "Planung und Praxis-Seminares" des Seminares für Politikwissenschaft und Politikdidaktik der Europa-Universität Flensburg ihre Exkursion selbständig, dieses Mal war Lena Schulz federführend für die Besuche der außerschulischen Lernorte verantwortlich. Ziel des Seminares war die veränderte Situation der Medien zu beleuchten, aktuelle politische Inhalte zu diskutieren, aber auch die künftigen WiPo-Lehrer für einen Besuch von außerschulischen Lernorten zu interessieren. Vielen Dank der Organisatorin sowie "Zeit" und  "Spiegel".

Exkursion in die Bundeshauptstadt Berlin

berlin5Im Rahmen des Seminares „Planung und Praxis des Politikunterrichtes“ beschäftigen wir uns unter anderem im den Themenfeld „Exkursionen im Politikunterricht“. Die Studierenden äußerten den Wunsch die Theorie mit der Praxis zu verbinden und eine Exkursion nach Berlin durchzuführen. Gesagt-getan, die drei Studierenden Hanisch, Evers und Miersch organisierten, zusammen mit der Konrad-Adenauer Stiftung, in kürzester Zeit ein klasse Exkursionsprogramm. Vom 13. bis zum 15. Januar 2016 fuhren 25 Studierende und ich als verantwortlicher Dozent in die Bundeshauptstadt Berlin. Wir besuchten eine Plenardebatte im Deutschen Bundestag, diskutierten über die deutsche und europäische Ukraine-Politik im Bundesministerium der Verteidigung, gingen durch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, fotografierten die Mauerreste an der East-Side-Gallery, besichtigten das Stasi-Untersuchungsgefängnis in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und sprachen über aktuellen Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik mit einer Vertreterin der KAS. Die Abende in der „Markthalle Neun“ in Berlin-Kreuzberg und in der „Die Berliner Republik“ (Berlin-Mitte) rundeten die Exkursion ab. Vielen Dank an alle studentischen und institutionellen Organisatoren und die WiPo-Studierenden der Europa-Universität Flensburg. 

Exkursionen zu außerschulischen Lernorten sind keine Ausflüge - es ist Lernen an einem anderen Ort

Gedenk KZ LadelundAußerschulische Lernorte sind, geografisch gesehen, Orte außerhalb des Schulgeländes. Inhaltlich gesehen, sollten sie eine hohe thematische Relevanz für den Unterricht haben. Sie beinhalten, wie es Pleitner (2012: 290) formulierte, „(...) das Versprechen, die Schule nach außen zu erweitern (...) und neue Lernchancen zu eröffnen. Andererseits unterliegen sie, wenn sie nicht in der Freizeit aufgesucht werden, genauso dem Curriculum und der Leistungsbewertung wie jede Unterrichtsstunde im Klassenraum auch." Außerschulische Lernorte werden nicht als Selbstzweck oder zur Motivation der Schülerinnen und Schüler aufgesucht, sie werden aufgrund eines inhaltlichen Mehrwertes und der methodischen Erfahrbarkeit angesteuert. Außerschulische Lernorte haben möglicherweise ein Motivationspotential, ganz sicher müssen sie jedoch ein inhaltliches Potential haben.

Collage: Die Fotos der Collage entstanden beim Besuch in den KZ-Gedenk- und Begegungsstätte Ladelund, eines von 87 Außenkommandos des Konzentrationslagers Hamburg-Neuengamme. Die KZ-Außenstelle Ladelund hatte am 01. November 1944 den (mörderischen) Betrieb aufgenommen. "Über 2000 Männer wurden als KZ-Häftlinge aus Neuengamme und Husum-Schwesing nach Ladelund geschafft, um Panzergräben in Zwangsarbeit und mit einfachsten Mitteln auszuheben. Die Lebensbedingungen der Häftlinge waren verheerend. Bis zur Auflösung des Lagers am 16.12.1944 starben über 300 Häftlinge an Unterernährung, Kälte, Erschöpfung, Krankheiten, Misshandlungen..." (Quelle: KZ-Gedenk- und Begegungsstatätte Ladelund

Die Kultusminister Konferenz (12/2014) merkt dazu an: "Im Spannungsfeld verschiedener möglicher Deutungen von Geschichte geht es dabei gleichermaßen um den Erwerb von historischem Bewusstsein, von Wissen, von Empathie, um die Entwicklung einer demokratischen Grundhaltung und die Förderung von Urteilsvermögen und Handlungskompetenz. In diesem Prozess spielen individuelles und gesellschaftliches, kultursensibles und multiperspektivisches sowie reflexives Erinnern eine wichtige Rolle." (KMK 2014). Dazu beschloss die KMK erstmals Empfehlungen zur Erinnerungskultur als Gegenstand historisch-politischer Bildung in der Schule.

 

Forschendes Lernen im Politikunterricht mit Hilfe von Gapminder

Forschendes Lernen im Politikunterricht, das ist bislang (nur) eine Unterrichtsmethode (vielleicht ist es jedoch auch mehr und kann ein Unterrichtsprinzip sein?). Mit Hilfe des Tools Gapminder wird datengestütztes Lernen ermöglicht. Gapminder, entwicklet von Hans Rosling und seinem Team, will auch gegen überholte Vorstellungen von der Welt wirken. Oder anders gesagt, Gapminder verringert unsere Lücken in unseren Annahmen. Wie beschreibt sich Gapminder selbst:

"The mission of Gapminder Foundation is to fight devastating ignorance with a fact-based worldview that everyone can understand. We started the Ignorance Project to investigate what the public know and don’t know about basic global patterns and macro-trends. We use surveys to ask representative groups of people simple questions about key-aspects of global development."

Und was bedeutet das für den Politik- und Wirtschaftsunterricht? Mit dem 8 minütigem Einführungsvideo in Gapminder soll für eine begrenzte methodische Einführung gesorgt werden.