abbeyroad1Herzlich Willkommen, auf diesen Seiten finden Sie...

... Informationen über meine Tätigkeit an der Europa-Uni Flensburg, am Seminar für Politikwissenschaft und Politikdidaktik. Zuvor habe ich 11 Jahre lang an zwei Berufsschulen in Schleswig-Holstein die Fächer Wirtschaft und Politik (und auch Medientechnik) unterrichtet. "Regelmäßig unregelmäßig" finden Sie unter der Rubrik "Eigene Fotografien" neue Fotos und Collagen. Aktuell finden Sie Fotos zu den Themen "Schleswig-Holstein Musik Festival: Die Anfangsjahre", "Friedliche Revolution 1989" und zahlreiche aktuelle Fotocollagen und Fotografien.

Gastherausgeber und Autor: Digitalisierung im Politik- und Wirtschaftsunterrichts praktisch umgesetzt

uwp 319a„Digitalisierung und Teilhabe“ heißt die Ausgabe des Heftes „Unterricht Wirtschaft+Politik“ (3/19), welches Prof. Andreas Lutter (CAU Kiel) und ich (als Gastherausgeber) im Herbst 2019 gemeinsam herausgegeben haben. Zusammen mit fünf Autoren werden praxisrelevante Unterrichtsplanungen entworfen, die Kolleginnen und Kollegen im Politik- und Wirtschaftsunterricht sofort einsetzen können. Johannes Schmidt beschäftigt sich mit den Möglichkeiten „Fake News“ zu erkennen, Maik Schmidt thematisiert die Beeinflussung durch digitale Influencer, Sabine Gans stellt die Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung („Berufsorientierung 4.0“) in den Mittelpunkt ihrer Unterrichtsplanung. Anschließend loten Steve Kenner und Sigrid Meinhold-Henschel die Chancen und Risiken der Demokratiebildung im digitalen Zeitalter aus bevor ich Ideen von Hans Rosling („Factfullness“) in dem Beitrag „Wird die Welt immer schlechter?“ aufgreife und einen faktenorientierten und optimistischen Ausblick auf die weltweite Entwicklung wage. Das Heft „Unterricht Wirtschaft+Politik“ erscheint quartalsweise im Friedrich-Verlag. Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

Aktuelle Exkursionen: Internationaler Seegerichtshof der Vereinten Nationen und NDR-Info

Exkursion HH kleim

Im Herbstsemester 2019 besuchten 27 Studierende des Seminares für Politikwissenschaft und Politikdidaktik der Europa-Universität Flensburg die Redaktion von NDR-Info sowie den Internationalen Seegerichtshof der Vereinten Nationen. 

Mit den Redakteuren Andreas Flocken und Sabine Rein diskutierten die Studierenden aktuelle Herausforderungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, insbesondere des Senders NDR-Info. Die Entwicklung der Hörerzahlen, die Aufgaben und Tätigkeiten der Redakteure, Sprecher und Korrespondenten sowie das Hörerverhalten und Erwartungen der Zuhörer des Senders, wurden diskutiert.

Anschließend fuhren die Studierenden zum Internationalen Seegerichtshof, dessen rechtliche Grundlage das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ; englisch United Nations Convention on the Law of the Sea, UNCLOS). 21 Richter, die von 168 Vertragsparteien des SRÜ auf neun Jahre gewählt werden, verhandeln über Streitigkeiten, die die Auslegung und Anwendung des Seerechtes betreffen. Das Seerechtsübereinkommen, als ein Beispiel für die Regimetheorie der Internationalen Beziehungen, werden an der Europa-Universität Flensburg im ersten und dritten Semester behandelt. Die Exkursion fand zum richtigen Zeitpunkt für die Politikstudierenden aus dem dritten und fünften Semester statt, um sich (erneut) mit der Breite des Küstenmeeres und seiner Anschlusszone sowie den Regelungen zum Festlandsockel und der ausschließlichen Wirtschaftszone sowie den damit verbundenen politischen Herausforderungen beschäftigen.

Exkursion: Die Besuchsmöglichkeiten des House of Commons und des Deutschen Bundestages im Vergleich

house of commons 4house of commons 7Vergleichen wir an dieser Stelle die Besuchsmöglichkeiten des britischen Unterhauses und des DeutschenBundestages aus Sicht einer Besuchergruppe, im Idealfall einer Schülergruppe während der Klassenfahrt oder der Studienreise.

Ich mag den Typus des „Redeparlaments“, insbesondere das des House of Commons und die britische Debattenkultur: Häufig geistreich, spontan, schlagfertig, kontrovers, eigensinnig, durchaus ironisch und humorvoll. In einem Redeparlament werden politische Fragen in Diskussionen sowohl im Plenum als auch in Ausschüssen zwischen den Abgeordneten untereinander und mit der Regierung erörtert. Das House of Commons ist ein Parlament mit Sendungsbewusstsein und Selbstbewusstsein gegenüber der Exekutiven. Einige TV-Berichterstatter nannten und nennen es in Bezug auf den Brexit chaotisch und zerstritten. Vielleicht war dem so, aber war das parlamentarische Verhalten nicht auch ein Ausdruck von gelebter parlamentarischer Demokratie, von der Wahrnehmen der Repräsentation sowie einem gesunden Selbstbewusstsein der Legislative gegenüber der Regierung?

Nachtrag: Nach dem der mit der EU ausgehandelte BREXIT-Vertrag mehrfach durch das House of Commons nicht beschlossen wurde und dann auch die gewünschte und benötigte Neuwahl des Unterhauses keine 2/3-Mehrheit erhielt, war eine temporäre parlamentarische Krise in Sachen BREXIT festzustellen. Die Neuwahl des Unterhauses am 12. Dezember 2019 schuf die Voraussetzung über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU auf parlamentarischen Wege zu entscheiden. 

London 2019: Wie groß ist das fachdidaktische Potential des Imperial War Museum und Churchill War Rooms für das politische und historische Lernen im Rahmen einer Klassenfahrt?

war museum 2Für die politische und historische Bildung kann man im Rahmen einer Exkursion oder Klassenfahrt nach London einiges tun. Zwei Museen seien an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen: Das Imperial War Museum und Churchill War Rooms. Das Imperial War Museum widmet sich den beiden Weltkriegen sowie den Kriegen mit Beteiligung von britischen Soldaten, insbesondere dem Falklandkrieg, dem Afghanistan-Einsatz und dem Krieg im Irak. Jeweils eine eigene Etage nehmen nicht nur der Erste und Zweite Weltkrieg ein, auch die Thematisierung des Holocaust erhält eine eigene Etage und ist damit ein weiterer Schwerpunkt des Museums. Es werden auf sechs Etagen sowohl die Militär- als auch die Kulturgeschichte der Einsätze und Bedingungen britischer Soldaten dargestellt. Das Museum ist kein Technikmuseum (aber selbstverständlich wird Technik gezeigt), es ist auch kein Museum für militärische Nostalgiker, im Gegenteil: Die Ausstellungen stellen aktuelle Fragen an den Besucher und an die Gegenwart, gleichzeitig versucht es weitgehend multiperspektivische Antworten zu geben. Der Erste Weltkrieg, der in den bundesdeutschen Lehrplänen im Vergleich zum Zweiten Weltkrieg eine eher untergeordnete Rolle einnimmt, wird im englischen als „Great War“ bezeichnet und vor Ort ausführlich dargestellt sowie im Rahmen von Kriegsursachenforschung problematisiert. Der Besuch des Museums ist kostenlos.

Exkursion 2018: Politische und historische Orte in der Bundeshauptstadt Berlin

Im Rahmen des Seminares „Planung und Praxis des Politikunterrichtes“ beschäftigen sich 15 WiPo-Studierenden der Europa-Universität Flensburg mit dem Thema „Exkursionen im Politikunterricht“. Exkursionen sind nicht nur eine Möglichkeit Motivation für politische und historische Inhalte bei Schülerinnen und Schülern zu steigern, Exkursionen ermöglichen „forschendes Lernen“ (durch Bearbeitung von Arbeitsaufträgen sowie Dokumentationen), Handlungsorientierung (durch Diskussionen, Fotografien und Videos), Exkursionen lassen die (teilweise rekonstruierte) Authentizität vom Orten spüren, gleichzeitig kann man auf Exkursionen auch der latenten Gefahr der Überwältigung und der fehlenden Kontroversität ausgesetzt werden.

Vom 04. Juni bis zum 07. Juni 2018 besuchten 15 WiPo-Studierende der Europa-Universität Flensburg politische und historische Orte in der Bundeshauptstadt Berlin. Die Flensburger WiPo-Exkursionsgruppe diskutierte über die deutsche Afghanistan/Pakistan-Politik im Auswärtigen Amt, informierte sich über die europäische Verteidigungsinitiative im Bundesministerium der Verteidigung, verfolgte eine Fragestunde im Deutschen Bundestag und diskutierte anschließend mit der örtlichen CDU-Bundestagsabgeordneten, besuchte im Bendlerblock die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, informierte sich über den zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen die Judenverfolgung in Spandau, fotografierte die Mauerreste an der East-Side-Gallery, wurde durch das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit geführt und informierte sich über die Krisenreaktion im Bundesinnenministerium. Die sommerwarmen Abende wurden unteranderem in der „Die Berliner Republik“ (Berlin-Mitte) mit einem kühlen Getränk abgeschlossen. Organisiert wurde die Exkursion von der Hermann-Ehlers-Stiftung, in Zusammenarbeit mit den Jugendoffizieren Schleswig-Holstein und dem Seminar für Politikwissenschaft und Politikdidaktik der Europa-Universität Flensburg. Ein besonderer Dank geht an Herrn Dr. Volker Matthée von der HES und an den Jugendoffizier, Hauptmann Danny Greulich. Vielen Dank an alle Organisatoren und an die teilnehmenden WiPo-Studierenden der Europa-Universität Flensburg.

Als stellvertretender Landesvorsitzender des DVPB (SH) bestätigt

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (Schleswig-Holstein) wurde ich erneut zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Vorsitzender der DVPB (SH) bleibt Prof. Dr. Andreas Lutter (CAU Kiel), den Vorstand komplettieren Dr. Andreas Groh (IQSH), Johanna Arp, Joachim Brunkhorst, Wolfgang Heise und Julian Wollmann. Der Landesverband der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung führt derzeit Gespräche mit den bildungspolitischen Sprechern der im Kieler Landtag vertretenen Fraktionen, um sich für eine Stärkung der politischen Bildung in Schleswig-Holstein einzusetzen. Die DVPB (SH) veranstaltete im vergangenen Jahr u.a. die Tagung „Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ in der jüdischen Gemeinde Flensburg, nimmt als beratender Gast im Kuratorium des Landesbeauftragen für politische Bildung sowie am WiPo-Landesfachtag teil und kooperiert mit dem Landesbeauftragen für politische Bildung im Rahmen der Tagung zur Situation der politischen Bildung in den Schulen Schleswig-Holsteins. Die Mitgliederversammlung des DVPB (SH) fand in diesem Jahr in der jüdischen Gemeinde, in der Jahnstraße, in Kiel statt.

Diskussion mit der Kindernachrichtenredaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (SHZ):

Gemeinsame Herausforderungen bei der Vermittlung von politischen Inhalten im Unterricht und in der Tageszeitung

Im Sommersemesters 2018 besuchten 40 Studierende des Studienganges Sachunterricht/ Grundschule mit mir die Kindernachrichtenredaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages. Wir diskutierten mit der SHZ-Redakteurin Ina Reinhart die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der fachdidaktischen Reduktion von Nachrichteninhalten in der Grundschule und den journalistischen Herausforderungen bei der Erstellung von Kindernachrichten.

Nach einem kurzen Einführungsvortrag Ina Reinharts über den auflagenstärksten Zeitungsverlag in Schleswig-Holstein, die grundgesetzlich festgeschriebenen Unterschiede zwischen Journalismus und Schule sowie Schwerpunktthemen der KINA-Redaktion, verglichen die Studierenden und die Redakteurin aktuelle Herausforderungen von Printmedien und Schule unter den Bedingungen von "social media", Auswahlkriterien von Nachrichten, Bildern und Diagramme sowie Rückkopplungen von Lesern und Schülern, bzw. Eltern. Die Diskussion mit Ina Reinhart von der KINA-Redaktion des SHZs fand bereits zum zweiten Mal im Rahmen der Veranstaltung "Fachdidaktik Politik für Sachunterrichtsstudierende", des Seminares für Politikwissenschaft und Politikdidaktik, der Europa-Universität Flensburg statt. Ein Ergebnis aus der letztjährigen Exkursion zum SHZ (2017) ist u.a. eine BA-Thesis zur Thematik Erstbegegnung von Grundschülern mit Politik durch Kindernachrichten und Klassenrat. Vielen Dank an die KINA-Redakteurin Ina Reinhart und dem SHZ-Verlag für den herzlichen Empfang und die angeregte inhaltliche Diskussion.